{ german } Text zur diesjährigen Schweizer Meisterschaft im Steptanzen
Während sich der Sommer letztes Wochenende wohl definitiv verabschiedet hatte, wurde es in der Wankdorfhalle in Bern nochmals richtig heiss. Die Tanzschule bounce! von Michèle Kitagawa hatte zur diesjährigen Schweizer Meisterschaft im Steptanzen geladen.
Samstag, halb acht Uhr morgens. Im Foyer der Wankdorfhalle werden noch letzte Vorbereitungen getroffen und draussen regnet es in Strömen. Nur wenig später treffen die ersten Teilnehmer in der Halle ein, um sich für die diesjährige Meisterschaft einzuschreiben, die Musik abzugeben und die zugeteilte Garderobe aufzusuchen. In der Halle stehen dann auch schon bald die ersten Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne um sich einzusteppen. Dort trifft man auch die “Konkurrenz” - doch macht die Schweizer Steptanzszene hier einen sehr sympathischen Eindruck. Man kennt sich oder lernt sich kennen und vor allem erlebt man ein freundschaftliches und respektvolles Klima untereinander.
Irgendwann wird es dann doch Ernst. Der Wettbewerb beginnt. Die Jury - Nathalie Ardillez aus Frankreich, Rahel Lörtscher aus der Schweiz, Laia Molins aus Spanien, Ralf Knobloch, Hermann Trefz, Bern Paffrath aus Deutschland und Junior Laniyan aus England - hat Platz genommen und ist bereit. Jetzt geht es los.
In den Vorrunden werden die Finalisten ermittelt und teilweise müssen die Tänzerinnen und Tänzer auch durch zwei Runden um den Einzug ins Finale zu schaffen. Es starten die Junioren - ein spannende Kategorie. Hier sieht man noch sehr schüchterne Mädchen und Buben, aber auch schon sehr souverän auftretende junge Steptänzerinnen und Steptänzer, welche mit ihrem Können beeindrucken.
Am frühen Abend stehen dann die diesjährigen Schweizer Meister der Junioren fest. Alice Burckhardt aus Basel wird mit einer klaren Bewertung der Jury neue Schweizer Meisterin in der Kategorie Junioren Solo Damen. Kim Selamet aus Lausanne wird Vize-Meisterin und Giada Caspar aus Bern gewinnt Bronze. Bei den Junioren Solo Herren wird Daniel Leveillé (Genf) Erster, Marco Rüfenacht (Zürich) Zweiter und Nikolaj Bauer (Zürich) Dritter. Die drei bestplatzierten der Schweizer Meisterschaften qualifizieren sich jeweils für die Weltmeisterschaften, welche ebenfalls jährlich in Riesa (Deutschland) stattfindet.
Es geht weiter mit den Duos der Junioren. Hier können sich Kim Selamet und Julie Paccaud durchsetzen. Auf dem Zweiten Platz folgen Jasmin Schnellmann und Leonie Duss, auf dem Dritten Céline Caversaccio und Helene Gujer. Bei den Trios stehen dann das Backstagestudio aus Zürich, das Dancestudio Liba Borak sowie Tap Magic aus Bern auf dem Siegertreppchen. Bleiben noch die Small Group und die Formation. Schweizer Meister bei den kleinen Gruppen wird die Tanzschule von Liba Borak, gefolgt von Planet Dance Martin und dem tanzwerk aus Basel. Die Schülerinnen von Andreas Jakopec gewinnen dann auch den Schweizer Meister Titel in der Kategorie Formation Junioren. Silber und Bronze gewinnt - man kennt den Namen schon - das Dancestudio Liba Borak.
Währen bei den Junioren noch nicht ganz alles perfekt sein muss, wird bei der Elite doch nochmals ein anderer Massstab angesetzt. Maud Koch und Rebecca Egli - welche charmant und intelligent durch das Meisterschaftswochenende moderieren - eröffnen um kurz nach 20 Uhr das Finale der Elite.
Sophie Rupp, amtierende Weltmeisterin überzeugt mit Ihrer Darbietung auch die hiesige Jury und wird Schweizer Meisterin. Auf dem zweiten Platz platziert sich Shyrleen Müller - sie startete zum ersten Mal in der Kategorie Elite. Ursina Meyer aus Winterthur gewinnt Bronze.
Bei den Duos dominieren die Geschwisterpaare. So ersteppen sich Sophie und Emilie Rupp Gold sowie Rebecca und Olivia Grobéty Bronze. Ursina Meyer holt sich gemeinsam mit Daniel Borak den zweiten Platz. Auch bei den Trios ist das Dancestudio aus Winterthur wieder mit dabei und holt Gold - gefolgt vom tanzwerk auf dem zweiten und bounce! auf dem dritten Platz. Diese Reihenfolge setzt sich auch bei den Small Groups fort - Winterthur, Basel, Bern.
Bei der Formation Elite stehen dann die Tanzschule von Liba Borak auf dem ersten, das Backstagestudio von Regine Ochsner auf dem zweiten und die Tanzschule Mignon Tap (Helen und Beat Minger) auf dem dritten Platz.
Eine mit Spannung erwartete Premiere erwartete die Zuschauer dann vor der Medaillenübergabe. Das neugegründete “swiss national tap team” zeigte zum ersten Mal ihre Produktion “Peter Pan”. Die achtminütige Choregraphie von Michèle Kitagawa, Fabrice Martin und Andreas Jakopec wird dieses Jahr die Schweiz an der Weltmeisterschaft in der Kategorie Produktion (ab 25 TänzerInnen) vertreten. Die knapp 70 Steptänzerinnen- und tänzer aus Bern, Lausanne und Basel überzeugten und begeisterten das Publikum mit ihrer eindrücklichen und atemberaubenden Performance - der Saal bebte.



